Gladenbacher Sportclub 1919 e.V.


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Kunstrasenplatzbau 2011/12

Info | Arbeitseinsätze 2012

 

 

 

Dieser Lageplan wurde bereits in den 1980er Jahren erstellt (zur Vergrößerung anklicken).
 

Hinterländer Anzeiger vom 19. Juni 2010:

Kunstrasenplatz rückt näher

Stadt Gladenbach muss etwa 427 350 Euro beisteuern

Den alten Fußballplatz am Gladenbacher Blankenstein als Bauplätze verkaufen und an der Biedenkopfer Straße einen Kunstrasenplatz plus sanierte Leichtathletikanlagen schaffen, das wird in der Stadt seit Monaten diskutiert. Am Donnerstagabend legte Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim (CDU) erstmals konkrete Zahlen vor. 120.000 Euro für Grundstücksankäufe und 307.350 Euro als Zuschuss für die neuen Sportanlagen sieht der Plan des Rathauses als Anteil der Kommune vor. Insgesamt kostet das Projekt 1,05 Million Euro. Dem stimmte die Mehrheit im Sozial- und im Bauausschuss zu - bei Enthaltungen aus den Reihen der SPD.
Sechs Seiten lang ist die Vorlage, die Gladenbachs Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim (CDU) in neuster Version am Donnerstagabend den Mitgliedern von Bau- und Planungsausschuss sowie Sozial- und Sportausschuss in gemeinsamer Sitzung vorlegte.
Einen Kunstrasenplatz soll es an der Biedenkopfer Straße neben dem bestehenden Fußballplatz geben und die dort vorhandenen Leichtathletikanlagen sollen ebenfalls auf den neusten Stand gebracht werden. Laut dem nun veröffentlichten Finanzplan will der Turnverein mit seiner Leichtathletik-Abteilung 10.000 Euro besteuern. Die Fußballer erbringen 140.000 Euro an Eigenleistung und weitere 93.000 Euro über Vorsteuererstattungen. Vom Landessportbund sind 7.650 Euro als Zuschuss eingerechnet. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf soll 93.000 Euro beisteuern und 279.000 Euro sind als Landeszuschuss eingerechnet. Bei einer Gesamtsumme von 930.000 Euro müsste die Stadt Gladenbach 307.350 Euro übernehmen, so Knierim.
Hinzu kämen 120.000 Euro für Grundstückankäufe im Bereich des neuen Sportplatzes. Wobei noch unklar sei, so der Bürgermeister, zu welchem Preis die Areale erworben werden können. Zwar habe die Stadt sich mit allen Eigentümern grundsätzlich geeinigt, doch die bisher ausgehandelten Preise seien ihm noch zu hoch. Finanzieren möchte der Bürgermeister den städtischen Anteil über den Verkauf des alten Sportgeländes am Blankenstein. 15 Bauplätze soll es dort in bester Lage ("1A oder 1B", so Knierim) geben. (...)
Für den Kunstrasenplatz liegen die Neubaukosten bei etwa 700.000 Euro. 230.000 Euro sollen für die Modernisierung der Leichtathletikanlagen ausgegeben werden. Davon würde nicht nur der Turnverein profitieren, so Knierim, auch die Europaschule könne dann endlich eine 400-Meter-Rundlaufbahn nutzen, hat sie doch auf ihrem Gelände nur eine 100-Meterbahn sowie Weitsprung- und Wurfanlagen zur Verfügung. Der Bürgermeister erhofft sich deshalb auch noch einen höheren Beitrag des Landkreises als Schulträger.
Die Vorlage wird nun noch im Haupt- und Finanzausschuss beraten und soll am Donnerstag, dem 24. Juni, in der Stadtverordnetenversammlung zur Abstimmung kommen. Die Eile begründete der Bürgermeister damit, dass die Vereine bis Ende des Jahres ihre Anträge auf Zuschüsse stellen müssten und bis dahin das Bau und Planungsrecht geschaffen sein müsse.

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12. Januar 2011

An diesem Tag wurde das gesamte Baugelände mit über 200 Vermessungspunkten
nivelliert, um für die Ausführungsplanung ein Höhen-Flächenprofil zu erstellen.

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Hinterländer Anzeiger vom 23. Februar 2011, von Michael Tietz

Gladenbach investiert in den Sport

Kommune gibt 307.000 Euro für Kunstrasenplatz und Tartanbahn im Stadion aus

(...) Zu den weiteren Zielen der Stadtentwicklung gehört laut Knierim die Verbesserung der sportlichen Infrastruktur. Die Bauleitplanung für die Umwidmung des alten Sportlatzes Blankenstein in ein Wohngebiet und den Bau eines Kunstrasenplatzes am Stadion an der Biedenkopfer Straße seien zu Zweidritteln abgeschlossen. Im Juni - so die Einschätzung des Bürgermeisters - könnte Baurecht für den neuen Fußballplatz bestehen. "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Sobald Baurecht da ist und die Bewilligungsbescheide vorliegen, kann mit dem Bau des Sportplatzes begonnen werden", sagt Knierim.
307 000 Euro steuert die Stadt Gladenbach für den Bau des Kunstrasenplatzes und die Verbesserung der Leichtathletik-Anlagen bei, als Bauherren treten der Sportclub (GSC) und TV Gladenbach auf. Ein Zuschussantrag ist auf den Weg gebracht, im Mai wird mit dem Bewilligungsbescheid aus Wiesbaden gerechnet.
Parallel sollen dann die Ausschreibungen für die Arbeiten vorbereitet und der Bauantrag beim Kreis auf den Weg gebracht werden. "Spätestens im September sollte der Bau beginnen", erklärt Knierim. Er rechnet mit einer Bauzeit von acht bis zehn Wochen.
Im Frühjahr 2012 sollen dann auch die Leichtathletik-Anlagen im Stadion an der Biedenkopfer Straße verbessert werden. Davon sollen künftig vor allem der Turnverein und die Europaschule profitieren. Angedacht ist, die alte Laufbahn aus Rotasche durch eine 400-Meter-Kunststoffbahn zu ersetzen. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf als Schulträger hat dazu bereits einen Zuschuss in Höhe von 40.000 Euro zugesagt.
Erst nach der Fertigstellung des Kunstrasenplatzes soll mit der Erschließung der Grundstücke am Blankenstein begonnen werden. Solange steht der alte Sportplatz den Fußballern des GSC weiterhin zur Verfügung. Auf dem Gelände an der Ernst-Leinbach-Straße könnten mindestens 20 Bauplätze ausgewiesen werden. (...)

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Hinterländer Anzeiger vom 4. November 2011, von Michael Tietz

Kunstrasenplatz nimmt Formen an

Offizieller Baubeginn erfolgt im Frühjahr 2012 / Zuschuss vom Land erwartet

Der "Mount Gladenbach" hat bereits stattliche Ausmaße angenommen. Offiziell geht es mit dem Bau des Kunstrasenplatzes am Gladenbacher Sportpark aber wohl erst im nächsten Frühjahr los. Noch fehlt dem Sportclub der Bewilligungsbescheid vom Land und die Baugenehmigung für das 630 000 Euro-Projekt.
S
eit Wochen sind die Erdbewegungen unterhalb des Stadions an der Biedenkopfer Straße unverkennbar. Lkw-Ladung an Lkw-Ladung wird dort aufgeschüttet, um das starke Gefälle im Gelände auszugleichen und den Unterbau des neuen Kunstrasenplatzes herzurichten. "Das sind alles vorbereitende Maßnahmen, die außerhalb des Förderrahmens laufen", erklärte gestern Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim (CDU) bei einem Ortstermin.
Für die Aufschüttung hat der Gladenbacher Sportclub (GSC) als Bauherr eine Vorabgenehmigung vom Bauamt des Landkreises und vom zuständigen Ministerium in Wiesbaden erhalten. Das Land Hessen ist ein großer Zuschussgeber, der Bewilligungsbescheid steht allerdings noch aus. Knierim rechnet damit, dass die Förderungszusage spätestens im Dezember vorliegt. 30 Prozent der Gesamtkosten, so die Hoffnung der Gladenbacher, soll das Land übernehmen.
Die planerischen Vorleistungen für die Erweiterung des Sportparks biegen auf die Zielgerade ein. Das Stadtparlament wird in seiner Sitzung am 10. November über eine Änderung des Flächennutzungsplans beraten. Dabei geht es unter anderem um die von den Trägern öffentlicher Belange - das sind Behörden, Unternehmen und Institutionen - vorgebrachten Anregungen und Stellungnahmen zu dem Bauvorhaben. Die Zustimmung der Stadtverordneten dürfte reine Formsache sein.
Danach muss der geänderte Flächennutzungsplan offengelegt werden. Innerhalb einer Frist von vier Wochen haben Bürger und Institutionen die Möglichkeit, Änderungswünsche zu äußern und Stellungnahmen abzugeben.

Biologin musste einen Umweltbericht über die Wiesen erstellen

Den endgültigen Satzungsbeschluss könnte das Parlament voraussichtlich erst in seiner ersten Sitzung im neuen Jahr - im Februar - fassen. Denn aufgrund der Fristen käme die für den 8. Dezember geplante Sitzung zu früh.
Parallel zur Änderung des Flächennutzungs- und Bebauungsplans für das Sportpark-Gelände kann der GSC aber bereits die Baugenehmigung beantragen. Für Verzögerungen bei der Planung sorgte der erforderliche Umweltbericht. Für die artenschutzrechtliche Prüfung der derzeitigen Wiesen in der Gemarkung Koppenhute (oberhalb der Erdaufschüttung) musste die Stadt eine Biologin beauftragen. Sie untersuchte über einen Zeitraum von mehreren Monaten das Tier- und Pflanzenvorkommen und erstellte dazu ein Gutachten. Das liegt nun vor. "Es bestehen keine großen Hindernisse", fasste Knierim die Ergebnisse zusammen.
Liegt die Baugenehmigung für den Platz vor, bringt der GSC die Ausschreibung auf den Weg. Das Leistungsverzeichnis der Arbeiten hat der Sportclub längst erstellt. Die Fußballfreunde hoffen, dass bis Ende des Jahres die erforderlichen Erdbewegungen beendet werden können und eine ebene Fläche zur Verfügung steht. "Im März oder April wollen wir dann loslegen", kündigte Peter Flurschütz vom GSC-Präsidium an. Drei bis vier Monate, so seine Schätzung, dauert der Bau des Kunstrasenplatzes.
Der ist eng verknüpft mit der Modernisierung der Leichtathletik-Anlagen im benachbarten Stadion. "Wir haben die Bauprojekte jetzt aufgeteilt", sagte Knierim. Für die Erweiterung des Gladenbacher Sportparks soll nun aus mehreren Fördertöpfen Geld fließen. Für den Bau der Kunststoff-Laufbahn ist nach Auskunft von Hubert Kronenberger vom Turnverein ein Zuschuss aus dem Sonder-Investitionsprogramm "Sportland Hessen" eingeplant. Das Land fördert damit die Sanierung, Modernisierung und Erweiterung von Sportstätten - wie zuletzt im Schützenhaus in Mornshausen.
Erst wenn der Fußballplatz fertig ist, soll mit der Sanierung der Leichtathletik-Anlagen begonnen werden. Ansonsten würde der Spiel- und Trainingsbetrieb der Kicker beeinträchtigt werden. Zwei Monate lang werden die Bauarbeiter im Stadion tätig sein, um aus der bisherigen Aschebahn eine Tartan-Laufstrecke zu machen - mit vier Runden- und sechs Sprintbahnen. Außerdem entstehen neue Wettkampfanlagen für Hoch-, Weit- und Dreisprung, Speerwurf, Diskus und Kugelstoßen.
Davon werden neben den Leichtathleten des Gladenbacher Turnvereins auch die Kinder und Jugendlichen der Europaschule profitieren. Die mussten bisher für ihre Sportfeste oder Abiturprüfungen nach Lohra ausweichen. Der Kreis hat der Schule mittlerweile die Übernahme der Beförderungskosten gestrichen.
Der Kunstrasenplatz und die Leichtathletik-Anlagen schlagen mit insgesamt 950 000 Euro zu Buche. Die Stadt Gladenbach steuert 307 000 Euro bei, vom Land wird ein Zuschuss über 30 Prozent erwartet. Auch der Kreis beteiligt sich an dem Bauprojekt. "Die Finanzierung sieht insgesamt gut aus, auch wenn noch die endgültige Zusage vom Land aussteht", sagte Knierim.

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Presseberichte wurden dem Hinterländer Anzeiger und der Oberhessischen Presse entnommen.